come together - interkultureller Frühling in der Klävemannhalle
Interkultureller Frühling in der Klävemannhalle
IBIS e.V. präsentiert neue Veranstaltungsreihe
„Come
together“ lautet das Motto, unter dem die Interkulturelle Arbeitsstelle IBIS
e.V. die Oldenburger rund um den Frühlingsanfang inspirieren möchte.
Mit dem „Interkulturellen
Frühling in der Klävemannhalle“ präsentiert IBIS e.V. eine neue Reihe von
Veranstaltungen, deren Besonderheit es ist, dass sie eine Reise durch die
Kultur ganz unterschiedlicher Länder möglich macht – von den USA über Russland,
die Türkei und Portugal bis hin zur Elfenbeinküste.
Vom 16.bis zum 31.März
2010 wird ein buntes Spektrum von Künstlern in Kooperation mit der
Interkulturellen Arbeitsstelle in der neuen Klävemannhalle auftreten und das
IBIS-Vereinsziel, das „respektvolle Zusammenleben aller Menschen mit ihren
kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten“ , in lebendige Praxis
umsetzen.
Rund um den
Frühlingsanfang wird dort eine Soul-Party stattfinden, ein Russischer
Kulturabend und eine furiose Trommel- und Maskendarbietung. Flüchtlinge aus der
ZAAB Blankenburg werden ein eigenes Musical aufführen, beim kurdischen
Neujahrsfest „Newroz“ kann mitgefeiert werden, Oldenburger Nachwuchsbands
stellen sich vor, und mit „Janeiro“ wird es einen musikalischen Ausflug nach
Portugal geben.
Hier
finden Sie Informationen über die Veranstaltungen im Einzelnen
1) Freitag, den 19.03.2010 ab 20 Uhr
„Soul-Party“ mit Al-Yasha Anderson und
Yeti Mansena
Café IBIS,
Klävemannstr.16, 26122 Old.
Eintritt 10 Euro, erm.
8 Euro
Der Auftakt zu dieser
Veranstaltungsreihe ist die „SoulParty“ mit Al-Yasha Anderson und Yeti Mansena
am Freitag, den 19.03.2010 um 20 Uhr.
Al-Yasha Anderson ist als
Soul- und JazzSängerin und Musical-Darstellerin durch die USA und Europa
getourt und ist u.a. mit Joe Cocker, Dr. John, Inga Rumpf und Roger Cicero
aufgetreten. Yeti Mansena hat sich als Keyboarder einen Namen gemacht und bei
„Smells funky“ gespielt. Mit dieser Benefiz-SoulParty fördern Anderson und
Mansena in der Formation „Dynamic Duo“ die interkulturelle Arbeit von IBIS e.V.
- und garantiert auch die Frühlingsaufbruch-Stimmung und den Musikgenuss des
Publikums im neuen Café IBIS.
2) Samstag, den 20.03.2010 ab 17 Uhr
„Newroz
– das kurdische Frühlingsfest“
Klävemannhalle,
Klävemannstraße 16, 26122 Old.
Eintritt: Erwachsene
10 Euro, unter 18 Jahren 5 Euro
Am Samstag, den
20.03.2010, ab 17 Uhr wird dann in der Klävemannhalle der Frühlingsanfang auf
besondere Art gefeiert.
„Newroz“ ist der
kurdische Name für das große Fest der Freiheit und des Frühlings, das aus dem
mesopotamischen Raum kommt und den Beginn des Neuen Jahres symbolisiert.
Unverzichtbare Bestandteile dieses Festes sind Musik, Gedichte, Tanz und ein
Frühlingsfeuer - Rituale die Freude über den wiederkehrenden Jahresanfang.
Für diese IBIS-Veranstaltung
konnten überregional bekannte Newroz-Musiker nach Oldenburg geholt werden, die
bisher nur in anderen norddeutschen Städten aufgetreten sind. Lange
Anfahrtswege sind in diesem Jahr also nicht mehr nötig für Oldenburger, die ein
kurdisches Frühlingsfest miterleben möchten.
3) Dienstag, den 23.03.2010 ab 19 Uhr
Junge Bands aus Oldenburg zu Gast im
Café IBIS
Café IBIS,
Klävemannstraße 16, 26122 Oldenburg
Eintritt 4 Euro, erm.
2 Euro
Wenn es um musikalischen
Nachwuchs geht, denkt man schnell an Wettbewerbe und Casting-Shows. Es geht
aber auch anders. Abseits von Konkurrenz und abwertenden Kommentaren möchten
Oldenburger Nachwuchsbands einfach nur gute Musik machen und sich und dem
Publikum einen coolen Abend bereiten.
Mit dabei sind heute u.a. "Bl.in.D", "Katja Oppenkowski", "Jill Turner", "Spiegelverkehrt", "Di Cee","Pascal Lieleg" und "funknetz".
4) Freitag,
den 26.03.2010 ab 20 Uhr
Ensemble
Artistique Grand-Z – Dance et Masque d’Afrique
Mit einem wortwörtlichen
Paukenschlag beginnt das zweite „come together“-Wochenende: das Tanz- und
Trommelensemble „Grand Z“ lädt zu einer furiosen Reise in die afrikanische
Kultur ein.
Die Künstlerinnen und Künstler stammen größtenteils aus verschiedenen
Regionen der Cote D’Ivoire und waren bei der WM 2006 für die Animation der
afrikanischen Fußballmannschaften zuständig.
Rasante Trommelrhythmen,
farbenprächtige Kostüme, heilige Masken und geheimnisvolles Feuerschauspiel geben
uns einen lebendigen Eindruck in die kulturelle Tradition der Elfenbeinküste und
machen das Konzert zu einem einmaligen Erlebnis.
5) „Janeiro – Musica Portuguesa“ mit Paulinho und Jorge dos Santos
Samstag, den
27.03.2010 ab 20 Uhr
Café IBIS,
Klävemannstr. 16, 26122 Oldenburg
Eintritt: 10 Euro,
erm. 8 Euro
Portugal ist die nächste
Station der interkulturellen Frühlingsreise. Paulinho dos Santos und Jorge dos
Santos werden ihr Herkunftsland am Samstag, den 27.03.2010 mit „Janeiro - ein
original portugiesischer Abend“ vorstellen.
Das Programm kehrt in
diesem Jahr wieder auf eine Oldenburger Bühne zurück, nachdem Paulinho dos Santos
bis vor sieben Jahren von einem deutschen Gitarristen begleitet wurde.
Heute singen und spielen die beiden Dos Santos’ (die übrigens keine Brüder
sind, sondern zufällig gleich heißen) in ihrem bekannt minimalistischen Stil
original „musica portuguesa“ und erzählen dabei so anschaulich von Portugal,
dass das Land auf zauberhafte Art vor unserem inneren Auge lebendig wird.
Wer Sehnsucht nach dem Süden hat und trotzdem Oldenburg an diesem Wochenende
nicht verlassen möchte, sollte sich diesen musikalischen Kurzausflug nach
Portugal nicht entgehen lassen.
Kann man sich vorstellen,
was es heißt, seine Heimat aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen
verlassen zu müssen und dann ungesichert und allein in einem fremden Land zu
sein? Kaum, wenn man nicht selbst in diese Situation kommt.
Flüchtling zu sein ist
kein Zustand, den man sich wünscht, und doch müssen jedes Jahr Hunderte Menschen in Oldenburg mit dieser Situation
fertig werden, weil sie keine Alternative haben.
IBIS e.V. unterstützt und
berät seit vielen Jahren Flüchtlinge aus der ZAAB Blankenburg. Jetzt haben die
IBIS-Mitarbeiter einige Flüchtlinge gefragt „Könntest du dir vorstellen, deine
Erfahrungen mit Musik und Schauspiel in einem Musical auszudrücken?“ und viele
haben mutig geantwortet: „Ich möchte es versuchen!“
Mit der Hilfe eines professionellen Teams von Pädagogen entwickeln die
Flüchtlinge nun ihr eigenes Musical.
„Akêu djôro nana–
Der lange Weg zum Glück“ wird am Sonntag, den 28.03.2010 um 20 Uhr in der
Klävemannhalle uraufgeführt und vermittelt einen Eindruck in die Erfahrungen,
aber auch in das kreative Potenzial von Flüchtlingen, wie es packender und
authentischer nicht sein kann.