Leitbild

IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle
für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V.

Leitbild

Ziele
IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung und Beratung e.V. (IBIS e.V.) hat die Integration von MigrantInnen in Oldenburg und darüber hinaus zum Ziel. Unter Integration verstehen wir das respektvolle und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen mit ihren individuellen und kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Handlungsfelder
Unsere Arbeit gründet sich auf den Menschenrechten, deren Wahrung wir als besonders bedeutsam für eine erfolgreiche Integration von MigrantInnen und andere benachteiligten Gruppen ansehen.
Dazu gehören das Recht auf Asyl, die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Schutz vor Diskriminierung, Recht auf eine menschenrechtsorientierte Bildung, und das Recht auf politische Mitbestimmung. Daraus leiten wir folgende Handlungsfelder ab:

• Unterstützung und Beratung bei Migrations- und Asylangelegenheiten
• Förderung des interkulturellen Zusammenlebens
• Abbau von Diskriminierung
• Interkulturelle Bildung
• Bildungsmaßnahmen zur Förderung gesellschaftlicher Teilhabe

Diese Handlungsfelder werden im einzelnen durch die derzeitige Schwerpunkte der Arbeit abgebildet. Und zwar durch:

1. Sozialarbeit, Beratung und Mediation

• durch Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen und MigrantInnen
• durch Unterstützung bei der Kommunikation mit Behörden (Sozialberatung, Asylverfahrensberatung)
• durch Beratung und Mediation im Diskriminierungsfällen
• durch Beratung zu Integrationsangeboten (z.B.: Sprachkurse, Orientierungskurse)
• durch Vermittlung von Hilfsangeboten und Unterstützung zur Teilhabe am gesellschaflichen Leben




2. Bildung, Qualifizierung und Ausbildung
zielt ab auf...
• eine Erweiterung der beruflichen Kompetenz durch Qualifizierung zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten in Schule, Beruf und Gesellschaft.
• die Verbesserung der Sprachkenntnisse und der interkulturellen Kompetenz zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben
• eine Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Migrationshintergrund durch Qualifizierungsangebote (Empowerment)
• Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung der Ausbildung von MigrantInnen.
• Die Schaffung von Ausbildungs- und Umschulungsangeboten im Verein

Unter gelungenem Lernen verstehen wir sowohl die Vermittlung von Fähigkeiten, die zu erweiterten Handlungskompetenzen beitragen, als auch die Förderung eines bewussten Eintretens für die Menschenrechte. Um dieses Lernen aktiv umzusetzen
• Unterstützen wir MigrantInnen bei der Wahrnehmung ihrer Bildungschancen und –möglichkeiten.
• Beschäftigen wir Personal mit fachlicher und interkultureller Kompetenz.
• Sind wir stets an positiven und konstruktiven Kooperationen mit anderen Einrichtungen und Institutionen, Behörden aller Ebenen, den Arbeitsagenturen, ARGEn und Optionskommunen, Verbänden, MigrantInnen(selbst)organisationen, anderen Bildungsträgern, Wissenschaftseinrichtungen, Migrationsberatungsstellen, Netzwerken sowie engagierten Einzelpersonen interessiert
• Überprüfen wir regelmäßig Prozessabläufe und Erfolge unserer Arbeit sowie die Zufriedenheit unserer KundInnen mit uns.
• Werten unsere Arbeit im Sinne einer Qualitätsentwicklung aus.
• Berücksichtigen wir die Bedürfnisse und Interessen unserer KundInnen.
• Qualifizieren wir unsere MitarbeiterInnen und fördern die Wahrnehmung von Fortbildungen unserer freien Honorarkräfte.



Grundsätze der Arbeit
Gleichbehandlungsgrundsatz
Kooperation
Dialogbereitschaft
Bewusstseinsbildung
Kompetenzentwicklung
Gender Mainstreaming
Kritische Selbstreflexion
Lebenslanges Lernen

Arbeitsform
Als gemeinnütziger Verein arbeiten wir vorwiegend in Form von Projekten, die von unseren MitarbeiterInnen im interkulturellen Team durchgeführt werden. Zusammenarbeit mit demokratischen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen ist für uns Ziel und Grundlage allen Handelns. Überzeugungsarbeit und eine grundsätzliche Offenheit gegenüber anderen Auffassungen sind unsere bevorzugten Mittel der Auseinandersetzung.
IBIS angeschlossen sind neben ideellen Bereichen und Zweckbetrieben, die beide unser Kerngeschäft bilden, auch wirtschaftliche Geschäftsbetriebe zur Erweiterung finanzieller Handlungsmöglichkeiten.

I. Zur Förderung unserer Ziele haben wir weiterhin folgende mögliche Instrumente zur Umsetzung identifiziert:

Forschung und Wissenschaft
Information und Dokumentation
Kulturelle und politische Bildung
Sozialarbeit, Beratung und Mediation (Diskriminierungsfälle, Flüchtlingsberatung, Integrationskursberatung)
Öffentlichkeitsarbeit
Netzwerkarbeit und Gremienarbeit
Lobbyarbeit
Qualifizierung und Ausbildung von MigrantInnen
Entwicklungspolitik
Kinder- und Jugendarbeit
Interkulturelles Team
Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe zur Finanzierung

Nicht alle Instrumente können gleichzeitig und im vollen Umfang eingesetzt werden. Vielmehr werden sie im Rahmen der Projektplanung verfolgt und setzen die Verfügbarkeit von zusätzlichen Mitteln voraus.


 
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